Aktuelles aus der Bildungsforschung

Wissenschaftlich gibt es keinen Beleg für die Existenz von sogenannten Lerntypen, also dass Menschen neue Informationen überwiegend mit Augen, Ohren oder Händen wahrnehmen und verarbeiten. Ebenfalls ins Reich der Mythen gehört die Vorstellung, dass Menschen nur einen kleinen Teil ihres Hirns nutzen und dass es eine klare Arbeitsteilung zwischen linker und rechter Hirnhälfte gibt.

Was wir wissen: Gerade auch Lernen ist ein hochkomplexer Vorgang, über den – wissenschaftlich nachweisbar – recht wenig bekannt ist.

Was ich glaube: Gerade auch an Lernprozessen ist immer der gesamte Mensch beteiligt. Alle Sinne, alle Teile des Gehirns, natürlich auch der Körper. Deswegen ist und hält Lernen auch so gesund, weil mein gesamtes Ich und alle meine Einzelteile dann gefordert sind und zusammenarbeiten müssen. Das hält sie fit.

Zum Beispiel ein neues Pickingmuster vom Notenblatt über die Augen ins Hirn und von dort einen Teil in die rechte und einen völlig anderen Teil in die linke Hand zu den Gitarrensaiten zu transportieren, dabei mit dem Fuß für einen gleichmäßigen Takt zu sorgen, das Ergebnis mit den Ohren zu prüfen und zwecks Bewertung ans Hirn weiterzuleiten. Wenn man sowas mal versucht, weiß man, dass keine einzige Zelle verschont bleibt von diesem Vorgang. Großartig.

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