Demenzverlauf und Schlaf beeinflussen sich wechselseitig

Ein gestörter, durch Wachphasen zerstückelter Nachtschlaf wirkt sich auf die Entwicklung von Alzheimer aus. Schlafunterbrechungen beeinträchtigen die REM-Phasen, die für Stressbewältigung, Informationsverarbeitung und Gedächtniskonsolidierung zuständig sind.

Dadurch können Proteinablagerungen (Amyloid Plaques) nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden. So häufen sie sich an und sorgen für ein Voranschreiten der Demenz. Umgekehrt kann eine Demenz auch die Schlafstörungen verstärken. 

Professor Geert Mayer ist Nervenarzt, Psychotherapeut und Schlafmediziner. Er hält auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Geriatrie-Gesellschaften DGG und DGGG einen Vortrag über die Zusammenhänge zwischen Schlaf, Demenz und Resilienz.

Ab dem 65. Lebensjahr kommt es zu einer Risikoverdopplung der Demenzentwicklung. Somit ist das Alter weiterhin der wichtigste Risikofaktor.

Für gesunden Schlaf kann jede*r selbst etwas tun. So gehört für ältere Menschen eine individuelle Schlafhygiene mit passender Umgebung, Ernährung und festen Schlafenszeiten dazu. Ausreichend viel Tageslicht und körperliche Bewegung gehören ebenfalls zu den Schlüsseln für einen guten Schlaf.

Für Patientinnen und Patienten mit chronischer Schlaflosigkeit sei die kognitive Verhaltenstherapie langfristig effektiver als das Einnehmen von Medikamenten, so Professor Mayer.

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