Glückshormon gegen Depression?

Die Serotoninhypthese, nach der ein Mangel dieses Botenstoffs im Gehirn Ursache für eine Depression ist, gilt als überholt. So einfach ist es nicht, die Zusammenhänge sind erheblich komplexer.

Die Depressionsforschung hat viele Fortschritte erzielt, aber was genau bei einer Depression im Gehirn passiert, ist bis heute nicht wirklich geklärt. Der ausführliche Artikel in “Spektrum der Wissenschaft” erklärt den aktuellen Stand der Forschung.

Einerseits kann Serotonin, bekannt als “Glückshormon”, die Gefühlslage maßgeblich beeinflussen, andererseits gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Serotoninspiegel und depressiven Symptomen. Nach wie vor werden häufig Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verschrieben, die meist – wenn überhaupt – erst nach mehreren Wochen eine positive Veränderung der Symptome bewirken.

Fachleute vermuten einen Zusammenhang zwischen Depression und verringerter Neuroplastizität. Ebenso sind Entzündungsreaktionen und die Darmflora als Depressionsursachen in der Diskussion. Viele unterschiedliche Faktoren beeinflussen die psychische Gesundheit und werden die Depressionsforschung wohl noch lange beschäftigen.

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